DJI Terra ist die Auswertesoftware im DJI-Enterprise-Ökosystem: Sie nimmt die Bilddaten und LiDAR-Punktwolken Ihrer Befliegung entgegen und liefert daraus Orthofotos, Geländemodelle, 3D-Gitternetze und klassifizierte Punktwolken. Weil Drohne, Nutzlast und Software aus einer Hand kommen, entfällt der Bruch zwischen Erfassung und Auswertung – von der Flugplanung bis zum exportierten Ergebnis bleibt alles in einem Ablauf.
Gaussian Splatting statt kantiger Meshes
Mit 3D Gaussian Splatting entstehen aus gewöhnlichen Fotos Modelle, die feine Strukturen, Vegetation sowie spiegelnde und transparente Flächen deutlich realistischer wiedergeben als die klassische RGB-Schrägphotogrammetrie. Auch die Orthomosaike profitieren: Sie werden verzerrungsfrei. Dieses Verfahren ist der Flagship-Lizenz vorbehalten.
Rechenleistung, die zum Projektalltag passt
Terra verarbeitet rund 500 Fotos pro Stunde, ein einzelner Block ist damit in 30 bis 40 Minuten fertig. Bei großen Szenen ab 10.000 Fotos arbeitet die Rekonstruktion doppelt so schnell wie Terra Mesh. Pro Gigabyte Arbeitsspeicher lassen sich etwa 300 bis 400 Fotos verarbeiten, ein Durchgang bewältigt bis zu 30.000 Fotos – genug für Stadtquartiere, Industrieareale und Infrastrukturprojekte.
Läuft auch auf normaler Hardware
Für den regulären Betrieb genügen 4 GB Grafikspeicher und 32 GB RAM. Ein Hochleistungsrechner ist keine Voraussetzung, um mit Gaussian Splatting zu arbeiten. Mit 32 GB RAM lassen sich LiDAR-Datensätze bis rund 120 GB und damit Flächen um 10 km² rekonstruieren.
LiDAR, Multispektral und Vermessungsgenauigkeit
Terra verarbeitet Punktwolken der DJI-LiDAR-Nutzlasten inklusive Glättung und erzeugt daraus TIN, DSM und DOM. Integriertes PPK, halbautomatische Passpunktmarkierung mit Subpixel-Genauigkeit und über 8.500 hinterlegte Koordinatensysteme – samt Sieben-Parameter-Transformation und PRJ-Import – sorgen für zentimetergenaue Ergebnisse, mit RTK/PPK auch ohne Passpunkte. Aus Daten der Mavic 3 Multispectral und Phantom 4 Multispectral entstehen Vegetationsindexkarten wie NDVI und NDRE sowie Applikationskarten für die teilflächenspezifische Ausbringung mit DJI-Agras-Drohnen.
Seit Version 5.1 ohne Aufpreis enthalten
Die Verarbeitung von Zenmuse-L3-LiDAR-Daten und die Cluster-Rekonstruktion über mehrere Rechenknoten stehen Standard- wie Flagship-Lizenzen ohne zusätzliche Kosten zur Verfügung.
Standard oder Flagship?
Beide Lizenzstufen beherrschen 2D-Kartierung, multispektrale Auswertung, 3D-Gitternetz- und LiDAR-Punktwolkenrekonstruktion, TIN/DSM/DOM, Passpunkte und PPK. Flagship ergänzt genau zwei Bereiche: fotorealistisches Gaussian Splatting und die Elektrizitätsanwendung für Stromleitungen und Umspannwerke. Wer diese beiden Funktionen nicht benötigt, ist mit Standard vollständig ausgestattet.
Hinweis: Die frühere Pro-Lizenz heißt seit Version 5.0 Standard, die Electricity-Lizenz ist in Flagship aufgegangen. Bestehende Lizenzen werden beim Update kostenfrei umgestellt.
Exportformate
Gitternetz: B3DM, OSGB, PLY, OBJ, I3S, S3MB, FBX. Punktwolke: PNTS, LAS, LAZ, PLY, PCD, S3MB. Gaussian-Splatting-Ergebnisse gehen per Klick als PLY oder B3DM (3D Tiles) an Drittsysteme in Vermessung, Gaming und Filmproduktion.
